Fastenzeiten gibt es in beinahe allen Kulturen und Religionen, in unseren Breiten wird Fasten heutzutage zu Heilzwecken und für das körperliche und seelische Wohlbefinden eingesetzt.
Wer fastet, verzichtet vor allem auf feste Nahrung und auf Genussmittel. Für eine bestimmte Zeit konzentriert man sich voll auf eine ausreichende Flüssigkeitszufur, eine regelmäßige Darmentleerung sowie auf innere Einkehr.
Oft sind auch bewusste Ruhephasen, Spaziergänge, und die Reinigung von Geist und Seele Teile des Heilfastens. Dabei kann einerseits das Wohlbefinden gesteigert werden, andererseits kann Heilfasten aber auch eingesetzt werden, um chronische Erkrankungen wie Allergien, Rheuma oder Herz-Kreislauferkrankungen zu heilen. Bereits Hippokrates wusste die Wirkung des Heilfastens zu schätzen.
Heilfasten wirkt, indem durch das Verzichten auf feste Nahrung der ganze Körper entlastet wird, in erster Linie aber die Verdauungsorgane. Beim Heilfasten schaltet der Körper nach zwei Tagen auf den sogenannten Hungerstoffwechesl um. Dies bedeutet, dass sich der Körper von innen heraus ernährt. Dies geschieht durch die Reaktivierung von leicht abrufbaren Nahrungsdepots. Der Organismus muss dabei weniger Kraft aufwenden wie bei einer normalen Verdauung. Aus diesser gewonnenen Kraft werden die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisiert. Der innere Reingigungsprozess beginnt, indem sich der Körper von Stoffwechselprodukten befreit. Dafür ist eine ausreichende tägliche Flüssigkeitszufuhr mittels Wasser und Kräutertees notwendig.
Eine der Grundregeln des Fastens ist, auf feste Nahrung vollständig zu verzichten und sich nur von Wasser, Säften, Tees und Gemüsebrühen zu ernähren. Natürlich muss auch auf sämtliche Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Süßigkeiten verzichtet werden. Während man fastet, braucht der Körper viel Ruhe und ausreichend Bewegung. Gestartet wird die Fastenkur mit einer Darmreinigung, die auch zusätzlich während des Fastens und danach durchgeführt werden kann.
Während man fastet, werden Verdauungssäfte wieder in geregelten Mengen produziert und der pH-Wert der Magensäure nimmt zu. Am Beginn des Fastens steigt zunächst die Gallensaft-Produktion an und nimmt dann während der Kur wieder langsam ab. Dadurch gelingt es der Gallenblase sich vollständig zu entleeren und Stoffe wie kleinere Gallensteine, Schleim und Grieß auszuscheiden.